Mein letzter Artikel
Mit Abschluss des letzten Spieltags und dem zugehörigen Ligakommentar geht nicht nur die Saison zu Ende, sondern auch meine Zeit als Bezirkspressewart. Nach 4 Jahren Tätigkeit lege ich das Amt aus eigenem Wunsch nieder und möchte den Staffelstab gerne an einen engagierten Nachfolger (oder mehrere) weitergeben.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die meine Berichte gelesen und mir hierzu ihr mannigfaltiges Feedback gegeben haben. Seien es Nachfragen zum Geschriebenen, die hieraus entstandenen Diskussionen oder das ein oder andere Danke – ich habe mich über alle Rückmeldungen gleichermaßen gefreut und war von der zahlreichen Resonanz doch sehr beeindruckt. Am liebsten waren mir aber Korrekturhinweise, durch die ich Fehler in meiner Berichterstattung zeitnah ausmerzen und die Qualität der Meldungen hochhalten konnte. Hierfür auch nochmal vielen Dank!
Nach meinem Empfinden bildet Transparenz einen der Grundpfeiler des Pressewartamtes, womit ich auch meine Beweggründe aufzuhören, noch offen darlegen will. Hauptgrund ist einfach die Zeit, die für das Amt aufgebracht werden muss. Das mag bei 9 – 10 Spieltagen im Jahr und hie und da ein paar Sondermeldungen nicht nach viel klingen, doch mit einer Sechstagewoche im Rücken bleibt mir nur der Sonntag als freier Tag, der mir dadurch nachvollziehbarerweise persönlich heilig geworden ist. An den Spieltagen war es keine Seltenheit, dass ich nach meinem eigenen Spiel Sonntagmorgens bis nachts um 1 Uhr am Rechner saß, auf Ergebnisse wartete, diese auswertete und dann so unterhaltsam wie möglich in die Ligakommentare gießen musste. Gepaart mit dem Anspruch die Berichterstattung auch zeitnah zu vollziehen, um eben der geneigten Leserschaft einen abgerundeten Spieltag zu bieten, ergibt das leider mehr Stress als Erholung, weswegen ich hier die Reißleine ziehe.
Nun will ich das Amt aber nicht schlecht reden und potentielle oder interessierte Nachfolger abschrecken. Im Gegenteil ist die Arbeit als Pressewart eigentlich eine sehr dankbare. Man kommt mit deutlich mehr Schachfreunden aus dem Bezirk in Kontakt und kann sich nochmal besser vernetzen. Die Wege zu allen Vereinen sind dadurch sehr kurz und man lernt den ein oder anderen nochmal ganz anders kennen. Darüber hinaus ist der Pressewart für allerhand Informationen erste Anlaufstelle und bekommt vieles aus erster Hand mit. Nicht, dass man die Infos zu seinem Vorteil nutzen könnte, ist es doch einfach schön „informiert“ zu sein. Zu guter Letzt kann man seine eigenen Gedanken und Meinungen in die Artikel setzen und diese unterschwellig unter die Leserschaft bringen, während man sich „neutral“ schimpft. ;)
Daher kann ich eigentlich jedem, der sich für die bezirklichen und regionalen Vorgänge interessiert nur ans Herz legen, sich für das Amt zur Wahl zu stellen und dem Posten neues Leben einzuhauchen. Es würde mich jedenfalls freuen, den Pressewart in guten Händen wiederzufinden.
Danken möchte ich zum Abschluss auch nochmal den übrigen Vorstandsmitgliedern des Bezirks, die bei jedem Anliegen ein offenes Ohr hatten und mich mit Informationen versorgten. Ich wünsche euch weiterhin eine angenehme und stets ertragreiche Zusammenarbeit!
Steffen Heß
Nicht mehr Pressewart